Unterrichtskonzepte

Individuelle Förderung

Individuelle Förderung ist eines der Schlüsselwörter aller neuen pädagogischen Ansätze. Schülerinnen und Schüler sollen in Zukunft noch stärker als bisher gefördert werden. Dabei nimmt die individuelle Förderung eine zentrale Stellung ein und ist nicht zuletzt auch die Leitidee des neuen Schulgesetzes NRW.

 

Die Schule muss den Bedürfnissen aller Schülerinnen und Schüler gerecht werden, sowohl jenen mit Entwicklungsdefiziten als auch jenen mit ausgeprägten Begabungen. Jedes Kind braucht Erfolgserlebisse beim Lernen, und diese erreicht man schneller, wenn man auf die Lernausgangslagen der Kinder individuell sinnvoll reagieren kann.

  
Ziel der individuellen Förderung

Ziel der individuellen Förderung ist es, die Schüler bei Lernschwierigkeiten zu unterstützen und besondere Begabungen zu fördern. Damit möchten wir als Carl-Schurz-Realschule so früh wie möglich beginnen, nämlich schon vor der Einschulung in die Klasse 5, sei es durch intensive Beratungsgespräche mit Schülern und Eltern, sei es durch enge Kontakte zu den Grundschulen, gegenseitige Hospitationen und Teilnahme an Konferenzen.

 

Den einzelnen Schüler im Blick zu behalten, das soll das Ziel der gesamten Schulzeit bei uns sein. Im Idealfall resultiert daraus eine deutliche Minderung der Sitzenbleiberquote und eine höhere Durchlässigkeit der verschiedenen Schulsysteme.

 

  
Möglichkeiten der individuellen Förderung

Vier Handlungsebenen: eine Bestandsaufnahme

 

Wir können vier verschiedene Handlungsebenen unterscheiden, auf denen Formen der individuellen Förderung umgesetzt werden können. Im Folgenden soll beschrieben werden, welche Aspekte die Carl-Schurz-Realschule bei der Umsetzung der individuellen Förderung auf den vier Handlungsebenen bereits berücksichtigt.

 

 1. Unterrichtsentwicklung

 Mit den traditionellen Formen des Unterrichts sind Schülerinnen und Schüler immer schwerer zu erreichen, kaum mehr qualifizierbar und damit nur schwerlich "am Markt" unterzubringen; Ausbildungsbedürfnisse der Wirtschaft und Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler haben sich auseinander entwickelt.

 

Alarmierende Untersuchungsbefunde zeigen die Notwendigkeit der Veränderung schulischer wie unterrichtlicher Strukturen überdeutlich auf.

Die Carl-Schurz-Realschule versucht deshalb, neue Unterrichtsformen und –methoden auszuprobieren und auf ihre Wirksamkeit hin zu prüfen. Zielsetzung jeglicher Unterrichtsentwicklung ist die Verbesserung der Unterrichtsqualität, oftmals die Veränderung des Unterrichts und damit verbunden eine Veränderung der Lernkultur.

Unterrichtsentwicklung lässt sich an unterschiedlichen Kriterien fest machen. Eine Veränderung des Unterrichtes wie auch die notwendige Modifizierung bzw. Neuformulierung der Unterrichtsziele erfolgt nicht aus blindem Aktionismus.

 

2. Methodentraining

Seit zwei Jahren bauen wir ein spiralförmiges Methodentraining für alle Jahrgangsstufen auf. Neben einer mehrtägigen Einführungsphase für die Fünftklässler veranstalten wir 4 Mal im Jahr für alle Schülerinnen und Schüler einen „Lernen lernen-Tag“ im Klassenverband. Während es bei den jüngeren Schülern um die Organisation von Hausaufgaben und Arbeitsplatz geht, um methodische Tipps zur Konzentration und Heftführung, lernen die größeren Schüler z.B., wie man Sinn entnehmend Texte liest.

 

Sie lernen Markierungsstrategien und das Anfertigen und Vortragen von Referaten. Wie stelle ich Lerninhalte z.B. bildlich dar, also: wie visualisiere ich? Dieses und mehr wird an jedem Methodentag aufgegriffen und vertieft, damit die Schülerinnen nicht nur Wissen sammeln, sondern auch in den so genannten Schlüsselqualifikationen fit gemacht werden.

 

3. Schulinterne Lehrpläne

Die schulinternen Lehrpläne werden gerade überarbeitet und nach Fertigstellung veröffentlicht.

 

4. Kooperation mit anderen Schulformen

Wir engagieren uns in dem Projekt „Lernbiographien ohne Brüche“. Im Rahmen diese Projektes stärken wir die Zusammenarbeit z.B. mit den umliegenden Grundschulen. Ein gegenseitiges Kennenlernen soll dazu führen, jeweils die Arbeitsweisen der Kollegen besser zu verstehen und von einander zu lernen, damit wir als Realschule von der geleisteten Arbeit der Grundschulen profitieren und insbesondere den Schülerinnen und Schülern den Übergang zur weiterführenden Schule erleichtern. So führen wir jetzt regelmäßig Hospitationswochen durch.

 

Aber auch die Zusammenarbeit mit allen anderen Schulformen wird belebt. So informieren Vertreter der berufsbildenden Schulen regelmäßig unsere Absolventen der neunten und zehnten Klassen über Weiterbildungsmöglichkeiten.

 

Außerschulische Lernorte

Gelernt wird nicht nur im Klassenraum. Wir intensivieren die Arbeit an außerschulischen Lernorten in allen Fächern. Dies, so zeigt die Erfahrung, wirkt äußerst motivierend auf die Schülerinnen und Schüler und fördert Stärken, die im „herkömmlichen“ Unterricht nicht immer in gleicher Weise angesprochen werden. Einige Beispiele seien hier genannt:

  • Botanischer Garten
  • Kinderoper
  • Junges Theater Bonn
  • Bauernhof
  • Museen
  • Projekttage

Ausblick

Weitere Formen insbesondere des kooperativen Lernens und offene Unterrichtsformen sollen zur Optimierung der individuellen Förderung beitragen. Das Kollegium wird sich zunächst weiter fortbilden, um dann geschult mit neuen Lernformen die Unterrichtsqualität weiter zu verbessern. Zur Zeit arbeiten wir an der Umsetzung eines Projektes „Schüler helfen Schülern“, durch das jüngere Schüler gezielt durch Ältere gefördert werden und diese dabei lernen, Verantwortung für andere zu übernehmen und in eine Tutorenrolle zu schlüpfen.

 

Defizitorientierte Förderung

Auf der Handlungsebene „Defizitorientierte Förderung“ versuchen wir Lernschwächen der Schülerinnen und Schüler entgegenzutreten und durch geeignete Maßnahmen zu beheben.

 

LRS-Förderung

Kinder mit besonderen Schwierigkeiten bein Lesen, Schreiben und Rechtschreiben werden mit ihren Problemen bei uns ernst genommen. Wir benutzen ein neues, computergestütztes Programm zur Diagnose der orthografischen Kompetenz von Kindern und Jugendlichen. Die Arbeit der Deutschlehrer unterstützen die Schülerinnen und Schüler ebenso wie die Stundentafel. So bieten wir eine Zusatzstunde im Fach Deutsch und eine Extrastunde „LRS-Förderung“

Darüber hinaus führen wir für die unteren Klassen einen Vorlesewettbewerb durch.

 

Hausaufgabenbetreuung

Für die Schülerinnen der Klassen 5 und 6 bieten wir eine Hausaufgabenbetreuung an, das sogenannte Silentium. Des Weiteren planen wir die Implementierung eines Programms „Schüler helfen Schülern“. Qualifizierte Schülerinnen und Schüler der höheren Klassen sollen dabei als Tutoren in Kleingruppen Nachhilfe erteilen.

 

Diese Arbeit werten wir als soziales Engagement und vermerken es in einem Qualitätspass, das den Absolventen bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Schulplatz helfen wird. Die Jüngeren werden zusätzlich bei der Beseitigung von Lerndefiziten unterstützt.

 

Weitere Angebote

 Wir bereichern den Bereich der defizitären Förderung stetig. Zur Zeit sind wir in der Lage, in jeder Klasse in allen Kernfächern (Deutsch, Mathematik und Englisch) eine Ergänzungsstunde anbieten zu können.

 

Stärkenförderung

Individuelle Förderung bedeutet nicht nur Förderung von Defiziten und Schwächen, sondern im gleichen Maß Förderungen von Stärken und Begabungen. Auch auf diesem Gebiet haben wir schon eine Menge zu bieten. Davon zeugt u.a. unser für eine solch kleine Schule umfangreiches Angebot an Arbeitsgemeinschaften (z. B. in den Sprachen Französisch und Spanisch, Theater-AG, Fußball-AG, Homepage-AG, Kunst-AGs etc.).

 

Darüber hinaus bieten wir für die zehnten Klassen Angleichungskurse in den Kernfächern an. Hier werden insbesondere die Schüler gefördert, die einen Wechsel zum Gymnasium in Betracht ziehen.

 

Des Weiteren bieten wir differenziertes Arbeiten (qualitativ und quantitativ) im Unterricht an, arbeiten regelmäßig in Projekten auch jahrgangsübergreifend, nehmen an Wettbewerben (z.B. Physikwettbewerb) und am Bonn-Marathon teil. Auf Letzteren bereiten wir unsere Schüler durch ein gezieltes Training vor.

 

Individuelle Beratung

 Individuelle Förderung beginnt mit individueller Beratung. Sie beginnt bei uns mit einem sehr intensiven ausführlichen Beratungsgespräch der Viertklässler und deren Eltern vor der Anmeldung. Ziel ist es, die richtige Schulformwahl zu treffen und schon im Vorfeld Stärken und Defizite auszuloten.

 

In den ersten Tagen werden die Schülerinnen und Schüler individuell diagnostiziert. Im Fach Deutsch bieten wir dazu freiwillig einen Lese-Rechtschreib-Diagnosetest an. Formen der Binnendifferenzierung und Förderunterrichte schließen sich an.

 

In regelmäßigen Lehrersprechstunden und Elternsprechtagen bieten wir weitere Beratung an. In Zukunft möchten wir zusätzlich einen Schülersprechtag anbieten.

 

Ein weiterer Baustein ist unser Beratungskonzept. Auf den verschiedenen Ebenen Erziehungsberatung, Drogenberatung, Schullaufbahnberatung und Berufsberatung haben wir konkrete Elemente eingebaut (siehe „Beratungskonzept“ auf unserer Homepage).

 

Neu ist unser Engagement in der Berufsorientierung durch die Teilnahme am Projekt „Zukunft fördern“, das von der Stiftung Partner für Schule NRW finanziert wird. Im letzten Jahr haben wir uns konkret für das Modul „Kompetenzfeststellungsverfahren in der Jahrgangsstufe 8 – Kompetenzen individuell fördern“ beworben, erfolgreich beworben. Das Kompetenzfeststellungsverfahren ermöglicht einen Prozess zur vertiefenden Berufsorientierung mit einem Ergebnis, das für die weitere berufliche Orientierung als Basis dient und für die individuelle Berufsorientierung der Schülerinnen und Schüler genutzt werden kann. Wir arbeiten in diesem Projekt mit externen Partnern, mit echten Experten aus der Wirtschaft zusammen (z.Z. mit der Akademie des Mittelstandes.

 
Fazit

Individuelle Förderung ist nicht statisch, sondern befindet sich in einem stetigen Prozess des Wandels. Wir werden uns weiterhin bemühen, auf diesem Gebiet weiter voran zu kommen und „auf der Höhe der Zeit“ zu bleiben.

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